Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Politisch korrekter Schwachsinn

Als Frau hat man es ja in der von Männern dominierten Welt oft recht schwer und die Emanzipationsbewegung hat den Frauen allgemein sicher viele Vorteile verschafft, hat uns vieles im Leben leichter gemacht.

Doch was jetzt im Namen der Gleichbehandlung von Frauen und Männern mit dem sogenannten Binnen-I und der Marotte, geschlechtsneutral formulieren zu müssen, veranstaltet wird, ist – mit Verlaub – absoluter Schwachsinn.

Es ist ja schon schlimm genug, dass selbst die Straßenverkehrsordnung nicht mehr von Fahrzeugführern, sondern von Fahrzeugführenden oder statt Radfahrern von Radfahrenden spricht, aber damit kann man ja notfalls noch leben. Man liest sie ja nicht jeden Tag einmal durch. :)

Aber in ganz normalen Texten finde ich das einfach überflüssig. Hat man heute nicht einmal mehr die Zeit, „Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer“ zu schreiben, statt „Fahrrad Fahrende“ oder diese noch fürchterliche „FahrradfahrerInnen“? Glaubt die Mehrheit der Frauen wirklich, einen so schlechten Status zu haben, dass sie DAS nötig hat?

Sicher, falsch ist das nicht und seit 2009 hat sich sogar die Duden-Redaktion geschlagen gegeben und sieht es nicht mehr als orthographisch falsch an. Aber mal ehrlich, nicht alles was nicht falsch ist, muss auch zwingend sinnvoll sein. In regulären Texten sieht das einfach nur furchtbar aus. Wenn man schon unbedingt etwas Kürzeres daraus machen muss, warum dann nicht „Fahrradfahrer/-innen“ oder Fahrradfahrer(innen)? Das ist auch nicht falsch, ist aber weit besserer Stil.

Und nur mal so nebenbei: hat schon mal jemand in ganz banalen Gesprächen so gesprochen? Ich glaube nicht und ich glaube auch nicht, dass das jemals passieren wird.

Also bitte: an alle, die ihren Spaß daran haben, Leute wie mich (und JA, ich BIN eine Frau!) damit auf die Palme zu bringen, lasst den Quatsch und schreibt wieder normal!

Ein neues Zuhause für die Buchrezensionen

Damit die Buchrezensionen unter all den anderen Texten nicht untergehen, bekommen sie ein eigenes Blog und da sowas zu zweit am meisten Spaß macht, haben Daniel Schneider vom Knetfeder Magazin und ich uns zusammengetan und eine Literaturbeilage fürs Magazin ins Leben gerufen. Alle Buchrezensionen (und auch die evtl. vorhandenen Kommentare) aus diesem Blog und aus dem Knetfeder Magazin werden dort gemeinsam veröffentlicht und neue Rezensionen in Zukunft dort erscheinen.

Damit zieht auch die Druckfehlerjagd um, sie wird dann auch im neuen Zuhause zu finden sein. :)

Viel Spaß beim Buchtippssammeln im Knetfeder Magazin Literatur.

Montagspech

Es gibt sie, diese Tage, an denen man einfach auf sein Gefühl hören und im Bett bleiben sollte, weil von dem Moment an, wo man das Haus verlässt, so ziemlich alles schiefläuft, was schieflaufen kann.

Nichts Böses ahnend, lässt man sich zur Bushaltestelle fahren und wartet auf einen Bus nach Gütersloh. Der Bus kommt. Eine Nummer oder das Fahrtziel sind nicht zu sehen. Aber: Uhrzeit passt, Bus sieht aus wie er aussehen soll, man steigt ein. Irgendwann nach einiger Zeit fällt einem auf, dass das, was man durch das Geschmiere auf den Fensterscheiben noch erkennen kann, irgendwie fremd wirkt. Auch die Haltestellen oben in der Anzeige des Busses, die man ausnahmsweise mal lesen kann, sind unbekannt. So langsam dämmert einem: man sitzt im falschen Bus. Am Ende steigt man am Bielefelder Hauptbahnhof aus, statt in Gütersloh.

Wenigstens ist der Bielefelder Bahnhof vertrautes Gelände. Auf dem Gleis angekommen verwundert schon mal der angezeigte Zug, der schon lange weg sein müsste. Da die Anzeige aber leicht kaputt wirkt, denkt man sich nichts dabei. Nach einigen Minuten rast, ohne jegliche Ansage, ein IC oder ICE vorbei, kurz darauf, wieder ohne Ansage, fährt ein ICE ein. Man schaut auf die Uhr und wundert sich. Zu dieser Zeit hätte eigentlich der Zug nach Gütersloh da sein sollen. Eine Durchsage, dass der Zug auf einem anderen Gleis hält, gab es jedoch nicht. Am Ende kam der Zug doch noch: zu der Zeit, als der Zug eigentlich längst hätte in Gütersloh sein sollen.

Knapp anderthalb Stunden später als ursprünglich vorgesehen, kommt man schließlich am Zielort an. Ab hier läuft alles glatt. Na ja, fast: da durch die Verzögerung die Apotheken längst geöffnet haben, denkt man sich, man könnte ja das Rezept, das man gerade bekommen hat, gleich einlösen. Ähm, nein, geht nicht: „Haben wir derzeit nicht da, müsste ich bestellen.“ Aber dann wirklich, bis… ja, bis zu dem Zeitpunkt der Abreise. Fast hätte man nämlich den Bus fahren lassen, weil seitlich eine andere Nummer stand als vorne, hier verhinderte rechtzeitige Nachfrage weitere Verzögerungen.

Von unterwegs bestellt man sich ein Taxi an die Endhaltestelle, um die letzte Etappe nicht nochmal mit einem weiteren Bus fahren zu müssen. Leider kommt, wie so oft, der Bus wenige Minuten später an, als geplant. Kein Taxi weit und breit. Nach fünf Minuten schließlich ruft man wieder beim Taxiunternehmen an, in dem Glauben, das Taxi war pünktlich da und ist wieder abgehauen. Reaktion am anderen Ende der Leitung: „Ich wusste, dass ich was vergessen habe!“ :)

Wer aber glaubt, damit sollte man genug Pech eingesammelt haben, der irrt sich gewaltig. Am späten Nachmittag beschloss man, nach sehr langer Zeit mal wieder Bücher über Ebay zu kaufen… und vergisst beim Bezahlen prompt, den Ebaynamen anzugeben. Wer jetzt denkt, na dann wird’s doch bestimmt beim zweiten Versuch geklappt haben, irrt wieder: hat es schon, aber, der Name enthält einen Unterstrich, der ist aber im Verwendungszweck nicht erlaubt. Ob die Bücher nun jemals ankommen, ist also fraglich. Im schlimmsten Fall hat man das Geld also in den Sand gesetzt.

Fazit: man hätte einfach zu Hause bleiben sollen. :D

Wissen ist …irrelevant … manchmal

Es gibt Vieles, was ich gerne wüsste, aber niemals wissen werde und das Wissen darum lässt mich wissen, dass ich nicht alles weiß, weil ich nicht alles wissen muss.

Renovierung der Poesieseite

Screenshot Gedichtseite
Da sich auf der Poesieseite inzwischen so viele Gedichte angesammelt haben, dass der Überblick so langsam verlorenging, wurde es Zeit für eine kleine Überarbeitung. Oben auf der Seite gibts nun einen Überblick über alle Gedichte und sie sind einzeln ansteuerbar.

Viel Spaß damit! :)

Wetterfolgen

Wenn man im Juni einen Weihnachtsmann vom letzten Jahr isst, können das nur die Auswirkungen des katastrophalen Wetters sein. :-D

König der Fußgängerzonen

Morgens, es ist etwa 6.30 Uhr, die Sonne ist vor kurzem aufgegangen und taucht die gerade, menschenleere Straße in helles Licht. Nur hin und wieder mal kommt ein Motorrad, Auto oder Traktor vorbei. Ansonsten habe ich die Straße für mich allein. Das ist meine schönste Erinnerung an die Zeit, als ich noch Fahrrad gefahren bin, ganz früher, mein Schulweg, in Paraguay, wo es keinen Fahrradweg in dem Sinne gab und man bei einem entgegenkommenden Rad nicht befürchten musste, dass der Platz nicht ausreicht, um aneinander vorbei zu kommen. Ich habe aus den 13 Jahren nicht unbedingt haufenweise schöne Erinnerungen an Paraguay, aber das ist definitiv eine davon.

Und so denkt man sich, Fahrradfahrer sind doch eigentlich ganz nette Menschen, oder? Immerhin schonen sie die Umwelt, indem sie auf zwei Rädern durch die Straßen fahren, statt die Umwelt mit Autoabgasen zu verpesten und sie haben beim Kauf des Rades sicher weniger Geld hingelegt, als dies ein Autofahrer generell muss und sie brauchen keine großen Parkplätze.

Doch dann steht man irgendwann auf der anderen Seite. Man ist nicht mehr Fahrradfahrer, sondern Fußgänger, und damit das Opfer der Fahrradfahrer. Ja, Fahrradfahrer sind ganz nett, bis – bis man in eine Fußgängerzone kommt und feststellt, dass die meisten Fahrradfahrer sich für die Könige der Fußgängerzone halten. Mit einem Tempo, als würden sie ihrem Leben hinterherhecheln, rasen sie durch die Fußgängerzone, als würde sie ihnen gehören und es gäbe kein Morgen mehr. Rücksichtslos werden die Leute oft über den Haufen gefahren, wenn sie nicht rechtzeitig zur Seite sprinten. Hat man das Pech, schwerhörig oder sehbehindert zu sein, spürt man im besten Fall gerade noch den Luftzug des Vorbeirasenden, im schlimmsten Fall hat man weder Klingel noch Rad gehört, läuft direkt ins Rad und darf sich dann noch Sätze anhören wie: „Kannst du nicht gucken?!“ Man sagt dazu schon lange nichts mehr und denkt bei sich: „DU bist doch derjenige mit den gesunden Augen und dem schnellen Rad, nicht ich!“ Und nein, außerhalb der Fußgängerzonen sind sie nicht besser, nur da rechnet man eher damit, plötzlich ein Rad im Rücken zu haben.

Über Sinn und Unsinn von Fahrradklingeln sollte man sich lieber nicht aufregen. Entweder sind sie so leise, dass man sie gar nicht wahrnimmt, oder so laut, dass man bei ihrem Klingeln regelrecht zusammenzuckt, doch bis man herausgefunden hat, aus welcher Richtung die kam, ist der Radfahrer schon an einem vorbeigerast.

Liebe Radfahrer, wenn ihr euch mal wieder über die Autofahrer aufregt, dann denkt doch bitte mal zwei Sekunden lang darüber nach, dass auch ihr ein bisschen rücksichtsvoller den Fußgängern gegenüber sein könntet.

ESC 2013 in Malmö

Auch in diesem jahr wird der Eurovision Song Contest, der heute Abend ab 21.00 Uhr in Malmö stattfindet, von Mitgliedern des Knetfeder-Teams und einem Gast live alternativ kommentiert.

Wann der Live-Blog startet, wer allles dabei ist und vor allem wo, erfährt man in Knetfeders Revue.

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, in den Kommentaren unter dem Live-Blog mitzumachen.

Allen viel Spaß heute Abend!

Frühling

Frühling ist’s, die Vögel singen,
die Enten glücklich auf ihrem Teiche schwimmen.
Doch kaum hat man die Nase draußen,
bringt einen der Duft der Felder zum Davonlaufen.

Der Duft des Frühlings heißt Gestank,
im Allgemeinen auch „Düngemittel“ genannt.
Sogar Katzen können ihn wohl nicht ertragen
und lassen sich nur schwer aus dem Hause jagen.
Wer nun zu viel der Düfte muss ertragen,
sieht zu viel Land und kann nur in die Städte jagen.

Frühling, nein, dein Gestank gefällt mir nicht,
auch wenn du das als Duft bezeichnest, den will ich nicht.
Gib mir ganz schnell den Sommer her,
dann kann ich endlich gestankfrei draußen lesen, dankesehr! :-D

Frühling – was er gerne geworden sein wird, aber nie gewesen sein sollte…

Dieser Frühling ist doch nur der Schein, der uns weismacht, dass der Winter doch eigentlich gar nicht so schlimm war und die Garantie dafür, dass wir uns am Ende nicht einfallen lassen, uns über einen miserablen Sommer zu beschweren, weil es dann in jedem Fall wärmer sein wird als jetzt.

Ob warm genug, das ist eine andere Frage und ist bestimmt schon in vielen Jahren immer wieder beantwortet worden. :-D

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