Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Winterweisheit

Wenn du träumst, dann pass gut auf deine Träume auf und vergiss nie, wie schnell sie in klirrendem Eis gefangen zerbrechen, wenn die Realität dich wieder eingeholt hat.

Floskelwolken am Internethimmel

In diesen Tagen macht im Netz die Floskelwolke die Runde, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Nun, ohne Zweifel ist es durchaus interessant, was dort ausgegraben wird und bei einigem mag man ihnen ja sogar Recht geben. Doch andere Floskeln, wie z. B. „Menschen evakuieren“, „Datendiebstahl“ oder „Grünes Licht“ wurden völlig zu Recht von Fehler-Haft.de als durchaus legitime Redewendungen entlarvt. Und so entsteht zur Zeit eine sehr unterhaltsame und nachdenklich machende Diskussion zum Thema Floskeln auf Twitter unter dem Hashtag #floskelwolke.

Doch ist es wirklich so dramatisch, wenn davon die Rede ist, dass ein Ereignis Tote gefordert hat und Menschen evakuiert werden mussten? Sollte der Journalismus sich nicht lieber mal damit beschäftigen, wahre Geschichten zu erzählen, statt versehentlich in den Fokus der Öffentlichkeit geratene Menschen mit ihren halbwahren, aufgebauschten reißerischen Artikeln zu verheizen und dann auch noch so viele Rechtschreibfehler hineinzupacken, dass man manchmal beim Lesen wirklich ins Stocken gerät? Mal davon abgesehen, dass nüchterne Texte ohne jegliche Floskeln nicht mehr als reine Information wären und damit kaum jemand behalten würde, was er da liest.

Floskeln bereichern die Sprache und sind ganz sicher nicht mehr wegzudenken, egal aus welchem Bereich. Die Sprache aber ist im Wandel, in 100 Jahren wird wohl niemand mehr die Floskeln von heute verstehen. Diejenigen Floskeln, die eine übertragene Bedeutung darstellen, sind außerdem vielfältig deutbar, man kann gewissermaßen mit ihnen „spielen“. Was wäre die Sprache ohne diese Möglichkeit? Hinzu kommen die Redewendungen und Floskeln, die aus anderen Sprachen eingedeutscht werden, die sicher nicht immer optimale Übersetzungen sind, sich aber in der Umgangssprache etabliert haben.

Nicht umsonst ist es Schreibenden so leicht möglich, Missverständnisse zu schaffen, weil Sprache nun einmal auslegbar ist und es oft keine Rolle spielt, wie etwas gemeint war, sondern wie es beim Leser ankommt.

Träume wie Glas

Träume sind wie leicht zerbrechliches Glas. Denn ist es zerbrochen, kann es nicht wieder zusammengesetzt werden und so ist das Leben voller Scherben, die im Sonnenlicht funkeln. Das Funkeln ist der leise Hauch der Hoffnung, der zurückbleibt. Doch der Funke erlischt, wenn es Nacht wird.

Star Trek im Dunkeln

Nachdem ich die ersten Reaktionen auf Star Trek Into Darkness gelesen hatte, hatte ich schon keinerlei Erwartungen mehr an den Film. Die Einen haben ihn hochgelobt, die Anderen in Grund und Boden gestampft. Gerade diese kontroversen Kritiken über den Film haben mich trotz aller Skepsis neugierig genug gemacht.

Kurz gesagt: Der Film ist ein guter Actionfilm, aber ein schrecklicher Star-Trek-Film. In den zwei Stunden habe ich vielleicht ein oder zwei Momente gesehen, die noch an den Geist von Star Trek erinnern. Da jeder, der den Film sehen wollte, ihn bereits gesehen haben dürfte, sollte es niemanden stören, wenn ich ein wenig spoilere, denn ohne ist meine Kritik nur schwer möglich.

Ich fange mal mit Khan an. Mag Benedict Cumberbatch auch ein noch so guter Schauspieler sein, er kommt nicht einmal ansatzweise an das Charisma von Ricardo Montalban heran, mal davon abgesehen, dass Khans Charakter etwas anders dargestellt wird, als es im Original der Fall war. Dann: Ein Admiral der Sternenflotte gibt den Befehl, einen Attentäter mal eben umbringen zu lassen, statt ihn gefangenzunehmen, um ihn auf der Erde vor Gericht zu stellen, und das wird von Kirk nicht hinterfragt? Scotty wird außerdem regelrecht aggressiv statt nur brummig dargestellt.

Ich hatte vorher vieles über den Film gesehen, aber als ich dann sah, wie der kühle, logische, zurückhaltende Mr. Spock Khan nach Strich und Faden vermöbelt, war ich entsetzt. Das. Geht. Gar. Nicht. Mal völlig davon abgesehen, dass sie die Ereignisse an einigen Stellen doch etwas durcheinandergebracht haben und nicht alles kann man mit der neuen Zeitlinie erklären. Ich könnte noch lange so weitermachen, aber ich will es hiermit bewenden lassen.

Mein Fazit

Ich hab schon den ersten neuen Star Trek mit sehr gemischten Gefühlen toleriert und hätten sie da weitergemacht, wo der Teil aufgehört hat, hätte ich es vielleicht sogar als alternative Zeitlinie akzeptieren können, auch wenn ich schon allein die Beziehung zwischen Uhura und Spock unmöglich fand. Das einzig Positive war, dass Kirk sich doch noch von Spock überzeugen ließ, Khan mitzunehmen und vor Gericht zu stellen und die Szene wo Kirk scheinbar stirbt.

Ich kann verstehen, dass die junge Generation diesen Film toll findet. Es mag ein neues Star Trek sein, zu dem ich keinen Zugang mehr habe, darüber will ich nicht urteilen und natürlich sind alle meine Aussagen rein subjektiv, ich bin mit der Classic-Serie aufgewachsen und darauf gründet sich auch mein Urteil. Aber, das ist nicht mehr mein Star Trek. Mein Star Trek ist vorbei, für immer, schade drum. Ich werde mir den nächsten Film, der sicher kommen wird, aus reiner Neugier ansehen, aber ich werde nicht mehr mit der Erwartung darangehen, einen Star-Trek-Film zu sehen.

2013 – Die Abrechnung vor dem Rauswurf

2013 – Die Abrechnung vor dem Rauswurf

Na 2013, Koffer schon gepackt? Schön! Am liebsten hätte ich dich ja schon vor ‚nem halben Jahr vor die Tür gesetzt, aber nö, ich musste mir ja anschauen, was du sonst noch so zu bieten hast, außer Katastrophen und so. Aber, na ja, die Hoffnung, es könnte noch irgendetwas Gutes dabei herumkommen, war dann umsonst.

Meine Güte hast du es krachen lassen! Deiner 13 da haste wirklich alle Ehre gemacht, nicht schlecht! Erst gibst du uns eine Neuauflage der Sintflut in billig…. also soll heißen, die meisten Menschen sind zum Glück noch da, und dann? Ja.. dann hast du uns nicht so ganz schonend beigebracht, dass wir Verschwörungstheoretiker ja eigentlich doch gar nicht so dämliches Zeug reden, wenn wir uns beobachtet fühlen. Aber das Ausmaß, das war dann doch…. aber eines muss ich ja sagen, schon ’nen ziemlich unfähiger Haufen diese… NSA. Die wollen die Kommunikation der ganzen Welt kontrollieren, schaffen es aber nicht, den Spammern das Handwerk zu legen, denn Spams mit persönlicher Anrede kamen ja noch häufiger als früher.

Hast echt schon mal bessere Ideen gehabt, dämliches Jahr! Und dann das mit der Drosselkom… hast wohl deinem Vorgänger nicht zugehört hm? Haaallo!!! Mal ganz genau zuhören. Ich. brauche. das. Internet, klar!? Scher dich also mit deiner Drosselkom zum… und erzähl uns nix von wegen Prozess und machen sie ja nicht mehr und überhaupt … wir sind doch nicht blöd! Die haben doch längst Plan B in der Tasche, wie sie das umgehen können, pfff! Am Ende wird dann aus Netzneutralität ein neutrales Netz und nein, dat is nicht dasselbe, also vergiss es!

Zum Jahresende hin hofft man dann auf ein paar Grüße vom Raumschiff Enterprise und du lässt einfach den armen ISON in der Sonnenglut schmoren. Pfui! Armes Ding. Hat dir wohl Spaß gemacht, die armen Sternengucker zu enttäuschen, ja?

Nun steht man da und fragt sich (man soll ja positiv denken!) gabs auch irgendwas Schönes, das im Gedächtnis geblieben ist, trotz aller persönlichen Enttäuschungen, die jeder sicher auf die eine oder andere Weise erlebt hat? Öhm… ein paar strahlende Kinderaugen, die einem meiner Neffen gehören, der inzwischen nix Besseres zu tun hat, als nach meiner Brille zu schnappen, sobald die kleinen Händchen auch nur in die Nähe meines Gesichts geraten.

Weißt du was, 2013? Schick mir schon mal 2014 vorbei, aber sag dem Jahr, das soll es besser machen, sonst kann es gleich draußen bleiben.

War sonst noch was? Ach ja… das an Wunderglauben hast du mir ja sehr schnell wieder abgewöhnt, vielen Dank auch und tschüss!

Und nun, liebe Freunde, Verwandten, Leser, Follower, Suchmaschinenbots, Feinde usw. wünsche ich Euch allen von ganzem Herzen ein erfolgreiches, gesundes und schönes 2014!

Frohe Weihnachten!

Verrückte Weihnachtszeit

Bald ist es wieder so weit
und die heiß ersehnte Weihnachtszeit macht sich breit,
und nein, ich will sie nicht mit Schnee erleben,
sondern wie früher in Shorts und T-Shirt vorm Weihnachtsbaum stehen.

Früher, als es Heiligabend gab weder Ente noch Gans,
sondern normales Abendbrot vor dem Kirchgang.
Wo ich dann schwitzend und nervös vor all den Leuten stand,
um ellenlange Gedichte zu rezitieren dann.

Und doch war Weihnachten in Paraguay nicht viel anders als hier,
denn ist die Familie komplett, ist der Ärger ja vorprogrammiert.
Hat dann mal jemand keine Lust auf das ganze Familiengedöns,
wird er von allen nervös beäugt, denn das ist verpönt.

Denn Weihnachten ist doch Liebe und Glück,
doch wer geschieden ist, braucht das grad nicht.
Hat man doch geglaubt, das Glück für immer in Händen zu halten
und musste dann erleben, dass das Leben oft anders will schalten und walten.

Nie sind sich Freude und Leid so unsagbar nah,
hier jubelnde Kinder, dort man nur gebrochene Herzen mit verlorenen Träumen sah.
Da eine Familie zumindest Heiligabend in Frieden und Eintracht feiert,
nebenan die Einsamkeit die letzten Tränen aus den Augen leiert.

So komm denn, du schrecklich schöne Weihnachtszeit,
bring den Glücklichen eine schöne Zeit,
den Verzweifelten ein wenig Trost in der Einsamkeit.
Sorg dafür, dass sich Familien weniger streiten
und weniger geworfene Teller am Ende als Ufos am Himmel gleiten.

Ja, Weihnachten, komm bitte ganz schnell,
bring Frieden und Liebe in die ganze Welt,
dann geh auch schnell wieder vorbei,
damit uns dann im Neuen Jahr endlich wiederhat das tägliche Einerlei.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest! :)

Irgendwann

Irgendwann, wenn die Zukunft zur Vergangenheit geworden sein wird, wird man wissen, ob das, was man in der Vergangenheit tat, das Richtige war und wird dann vielleicht in der Gegenwart so Manches bereuen und sich wünschen, aus der Vergangenheit noch einmal Zukunft machen zu können, um dieses Mal das Richtige zu tun, nur um dann feststellen zu müssen, dass man einmal gemachte Fehler nicht ändern, einmal gesagte Worte nicht zurücknehmen kann und einmal geborene Träume immer wiederkehren.

Irgendwann, wenn alles gesagt, der letzte Traum geträumt, alle Fehler gemacht, alle Glücksmomente ausgekostet worden sind, wird man sich gewünscht haben, noch einmal neu anfangen zu können, nur um dann zu begreifen, dass das Leben linear und Zeitreisen Wunschträume bleiben werden.

Irgendwann, wenn die Gegenwart zur Vergangenheit und die Zukunft zur Gegenwart geworden ist, wird man feststellen, dass man die Hoffnung niemals aufgegeben hat, auch wenn das nicht sehr mutig war.

Hoffnung ist …

In einer Krimiserie hieß es: „Manchmal ist es mutig, sich Hoffnung zu erlauben.“ Ist es das? Oder ist Hoffnung nicht eher das Letzte was bleibt, wenn der Verstand einem sagt, dass das Spiel gelaufen ist? Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, sie wäre unzerstörbar. Doch: Hoffnung ist oft nur eine Illusion, so trügerisch wie mancher Traum und im richtigen Moment so leicht zerstörbar wie eine Seifenblase weil man sie sich eben nicht erlauben kann, sondern sie einem allenfalls geschenkt und genauso leicht auch wieder genommen werden kann. Sie lebt nämlich nicht aus sich selbst.

Politisch korrekter Schwachsinn

Als Frau hat man es ja in der von Männern dominierten Welt oft recht schwer und die Emanzipationsbewegung hat den Frauen allgemein sicher viele Vorteile verschafft, hat uns vieles im Leben leichter gemacht.

Doch was jetzt im Namen der Gleichbehandlung von Frauen und Männern mit dem sogenannten Binnen-I und der Marotte, geschlechtsneutral formulieren zu müssen, veranstaltet wird, ist – mit Verlaub – absoluter Schwachsinn.

Es ist ja schon schlimm genug, dass selbst die Straßenverkehrsordnung nicht mehr von Fahrzeugführern, sondern von Fahrzeugführenden oder statt Radfahrern von Radfahrenden spricht, aber damit kann man ja notfalls noch leben. Man liest sie ja nicht jeden Tag einmal durch. :)

Aber in ganz normalen Texten finde ich das einfach überflüssig. Hat man heute nicht einmal mehr die Zeit, „Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer“ zu schreiben, statt „Fahrrad Fahrende“ oder diese noch fürchterliche „FahrradfahrerInnen“? Glaubt die Mehrheit der Frauen wirklich, einen so schlechten Status zu haben, dass sie DAS nötig hat?

Sicher, falsch ist das nicht und seit 2009 hat sich sogar die Duden-Redaktion geschlagen gegeben und sieht es nicht mehr als orthographisch falsch an. Aber mal ehrlich, nicht alles was nicht falsch ist, muss auch zwingend sinnvoll sein. In regulären Texten sieht das einfach nur furchtbar aus. Wenn man schon unbedingt etwas Kürzeres daraus machen muss, warum dann nicht „Fahrradfahrer/-innen“ oder Fahrradfahrer(innen)? Das ist auch nicht falsch, ist aber weit besserer Stil.

Und nur mal so nebenbei: hat schon mal jemand in ganz banalen Gesprächen so gesprochen? Ich glaube nicht und ich glaube auch nicht, dass das jemals passieren wird.

Also bitte: an alle, die ihren Spaß daran haben, Leute wie mich (und JA, ich BIN eine Frau!) damit auf die Palme zu bringen, lasst den Quatsch und schreibt wieder normal!

Ein neues Zuhause für die Buchrezensionen

Damit die Buchrezensionen unter all den anderen Texten nicht untergehen, bekommen sie ein eigenes Blog und da sowas zu zweit am meisten Spaß macht, haben Daniel Schneider vom Knetfeder Magazin und ich uns zusammengetan und eine Literaturbeilage fürs Magazin ins Leben gerufen. Alle Buchrezensionen (und auch die evtl. vorhandenen Kommentare) aus diesem Blog und aus dem Knetfeder Magazin werden dort gemeinsam veröffentlicht und neue Rezensionen in Zukunft dort erscheinen.

Damit zieht auch die Druckfehlerjagd um, sie wird dann auch im neuen Zuhause zu finden sein. :)

Viel Spaß beim Buchtippssammeln im Knetfeder Magazin Literatur.

Copyright © 2018 by: Jennys Blog • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.