Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Wie die Wolken

Es gibt Momente, da schaue ich einfach den Wolken hinterher und beneide sie ein wenig. Ungerührt von dem, was unter ihnen auf der Erde passiert, ziehen sie dahin. Plötzlich wünscht man sich dann, einfach mit ihnen ziehen zu können. Einfach weiterziehen, von einem Ort zum nächsten, von einem Land zum nächsten, ohne sich irgendwo lange aufzuhalten. Sicher, diese Art zu leben hätte einen Preis: wer sich nirgends lange aufhält, geht keinerlei festere Bindungen ein. Wer so lebt, muss auf Menschen verzichten, die an seinem Leben anteilnehmen. Aber hätte das nicht auch was für sich? Im Umkehrschluss würde man dann auch niemandem zur Last fallen, die Wahrscheinlichkeit, dass man dazu kommt, jemandem wehzutun, oder einfach nur anderen auf die Nerven zu gehen, wäre gering. :-)

Manche nennen es Unabhängigkeit, andere nennen es selbstgewählte Einsamkeit und wieder andere sehen solche Menschen als Vagabunden. Es mag sicher nicht die schlechteste Art zu leben sein. Doch ist die Einsamkeit nicht ein zu hoher Preis? Vielleicht.

Mancher muss so leben, weil er nicht anders kann, andere haben diesen Weg selbst gewählt und wieder andere wünschen sich den Mut, so zu leben und schaffen es doch nicht. Nur so unbeteiligt wie die Wolken ist wohl trotzdem niemand.

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