Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Star Wars – Das Erwachen der Macht

Sogar ich, die ich eigentlich inzwischen nur noch alle Jubeljahre mal ins Kino komme, habe Star Wars -Das Erwachen der Macht gesehen.

Die meisten, die den neuen Star-Wars-Film sehen wollten, werden ihn sicher schon gesehen haben, sollte aber jemand diesen Text lesen, der ihn noch sehen will, dann möge er sich bitte darüber im Klaren sein, dass ich gleich vielleicht zu viel vom Inhalt verraten könnte.

Ich versuche mich nun mal, nach einem Abstand von zwei Wochen, an einem Urteil, wobei ich aber dazu sagen muss, dass ich nie ein eingefleischter Star-Wars-Fan war (ich gehöre zur Star-Trek-Fraktion), aber dennoch alle bisherigen Filme gesehen habe. Noch eines vorweg: ich habe den Film in 2D gesehen, da ich es nicht eingesehen habe, für etwas, das mir sowieso kaum etwas bringt, mehr Geld auszugeben.

Wie schon andernorts zu lesen ist, wenn man nicht großartig nachdenkt, ist der Film ganz ok. Es hat bei mir allerdings nur wenige Minuten gedauert, bis mir klar war, warum dem Film Retrofeeling nachgesagt wird. Der Anfang auf dem Wüstenplaneten wirkte auf mich wie eine Wiederholung. Als ich dann am Ende aus dem Kino kam, habe ich mich gefragt, wieso der Film bereits nach wenigen Tagen so hohe Einspielergebnisse geliefert hat. Der Film war zwar gut, aber doch nix Besonderes.

Die Story um Finn fand ich gut, der Teil hat mich wirklich überrascht, aber insgesamt hat mich die Geschichte doch etwas verwirrt, ich hatte das Gefühl, nie vorher einen Star-Wars-Film gesehen zu haben.

Folgendes ging mir im Laufe des Films so durch den Kopf: „Erste Ordnung“? Hä? Wo kommt DIE denn plötzlich her? Wer ist der Typ in den schwarzen Klamotten, der da einfach alles abknallen lässt? Wieso braucht der eine Maske? Gollum, das ist der falsche Film, was machst du hier? Und dann, als der „schwarze Typ“ dann die Maske abnimmt: „John Snow!“ Ob das nun Einbildung war oder tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden ist, kann ich nicht wirklich sagen.

Die Szene zwischen ihm und Han Solo schließlich fand ich so vorhersehbar wie selten eine. Er tut so, als würde er sich auf seinen Vater einlassen. Ja klar. Papa sagt „Komm nach Hause, es wird alles gut.“ und der von der dunklen Seite der Macht zerfressene sagt sofort Ja und Amen? Dass das nach hinten losgehen würde war einfach ZU deutlich.

Han Solo wiederzusehen hatte übrigens schon was. Allerdings ging mir irgendwie alles zu schnell und der Plan, die Superwaffe zu zerstören wurde, wenn man bedenkt, dass Han Solo ja wohl nicht mehr viel mit dem Widerstand zu tun hatte und Finn niemand kannte und er genauso gut ein Spion hätte sein können, viel zu schnell ohne Bedenken angenommen.

Der Schluss schließlich hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen. Rey findet Luke schließlich und dann? Kein Wort? Keine Erklärung? Er scheint sich nicht einmal darüber zu wundern, dass man und wer ausgerechnet ihn gefunden hat. Zu viele offene Fragen bleiben.

Mein Fazit am Ende: ich bin mit keinen großartigen Erwartungen ins Kino gegangen und konnte darum auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Film ist gute Unterhaltung, aber ich habe die Gespräche mit Yoda, die den anderen Filmen immer einen Hauch von Weisheit und Philosophie gegeben haben, vermisst.

Star Trek im Dunkeln

Nachdem ich die ersten Reaktionen auf Star Trek Into Darkness gelesen hatte, hatte ich schon keinerlei Erwartungen mehr an den Film. Die Einen haben ihn hochgelobt, die Anderen in Grund und Boden gestampft. Gerade diese kontroversen Kritiken über den Film haben mich trotz aller Skepsis neugierig genug gemacht.

Kurz gesagt: Der Film ist ein guter Actionfilm, aber ein schrecklicher Star-Trek-Film. In den zwei Stunden habe ich vielleicht ein oder zwei Momente gesehen, die noch an den Geist von Star Trek erinnern. Da jeder, der den Film sehen wollte, ihn bereits gesehen haben dürfte, sollte es niemanden stören, wenn ich ein wenig spoilere, denn ohne ist meine Kritik nur schwer möglich.

Ich fange mal mit Khan an. Mag Benedict Cumberbatch auch ein noch so guter Schauspieler sein, er kommt nicht einmal ansatzweise an das Charisma von Ricardo Montalban heran, mal davon abgesehen, dass Khans Charakter etwas anders dargestellt wird, als es im Original der Fall war. Dann: Ein Admiral der Sternenflotte gibt den Befehl, einen Attentäter mal eben umbringen zu lassen, statt ihn gefangenzunehmen, um ihn auf der Erde vor Gericht zu stellen, und das wird von Kirk nicht hinterfragt? Scotty wird außerdem regelrecht aggressiv statt nur brummig dargestellt.

Ich hatte vorher vieles über den Film gesehen, aber als ich dann sah, wie der kühle, logische, zurückhaltende Mr. Spock Khan nach Strich und Faden vermöbelt, war ich entsetzt. Das. Geht. Gar. Nicht. Mal völlig davon abgesehen, dass sie die Ereignisse an einigen Stellen doch etwas durcheinandergebracht haben und nicht alles kann man mit der neuen Zeitlinie erklären. Ich könnte noch lange so weitermachen, aber ich will es hiermit bewenden lassen.

Mein Fazit

Ich hab schon den ersten neuen Star Trek mit sehr gemischten Gefühlen toleriert und hätten sie da weitergemacht, wo der Teil aufgehört hat, hätte ich es vielleicht sogar als alternative Zeitlinie akzeptieren können, auch wenn ich schon allein die Beziehung zwischen Uhura und Spock unmöglich fand. Das einzig Positive war, dass Kirk sich doch noch von Spock überzeugen ließ, Khan mitzunehmen und vor Gericht zu stellen und die Szene wo Kirk scheinbar stirbt.

Ich kann verstehen, dass die junge Generation diesen Film toll findet. Es mag ein neues Star Trek sein, zu dem ich keinen Zugang mehr habe, darüber will ich nicht urteilen und natürlich sind alle meine Aussagen rein subjektiv, ich bin mit der Classic-Serie aufgewachsen und darauf gründet sich auch mein Urteil. Aber, das ist nicht mehr mein Star Trek. Mein Star Trek ist vorbei, für immer, schade drum. Ich werde mir den nächsten Film, der sicher kommen wird, aus reiner Neugier ansehen, aber ich werde nicht mehr mit der Erwartung darangehen, einen Star-Trek-Film zu sehen.

Hoaxilla – Verschwörungstheorien auf der Spur

Diesmal geht’s mal nicht um ein Buch, sondern um einen Podcast. Ich beschäftige mich gerne hin und wieder mit Verschwörungstheorien und Was-wäre-wenn-Fragen.

Irgendwo hörte oder las (in welchem Zusammenhang weiß ich leider nicht einmal mehr) ich dann von Holger Klein zum ersten Mal etwas über einen Podcast, der sich Hoaxilla nannte und der genau solche Verschwörungstheorien auseinanderpflückte. Ich nahm mir vor, mir mal welche von den Folgen anzuhören, kam aber erst einmal nicht dazu. :) Dann stieß ich im Blog von Sarah Burrini (deren Comics übrigens einfach nur süß sind!) wieder auf diesen Podcast und nun war ich endgültig neugierig und hab mir inzwischen auch einen Großteil der bereits vorhandenen 90 Folgen angehört.

Die beiden Menschen hinter Hoaxilla betrachten sich selbst als Skeptiker und entsprechend geht es in ihren Podcasts auch in erster Linie um skeptische Themen. Das heißt, man bekommt einen etwas anderen Blick auf die Welt der Verschwörungstheorien und was oft dahintersteckt. Ich selbst würde mich nicht als Skeptikerin bezeichnen und ich habe auch mit der Skeptikerbewegung nichts zu tun, nichtsdestotrotz finde ich ihre Ausführungen aber sehr unterhaltsam und aufschlussreich. Es ist eine enorme Leistung, trotz regulärem Job noch für jeden Sonntag eine Folge zu produzieren, zumal die Folgen meistens länger als 30 Minuten sind und das immerhin schon seit 2 Jahren.

Spätestens seit ich selbst meine Stimme für einen Podcast verleihen darf, ist mir bewusst, wie viel Arbeit dahintersteckt, meine Hochachtung dafür.

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