Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Reisende Klänge auf Schienen

Das hier geschilderte Erlebnis wurde mir kürzlich von einem Blogleser zugesandt:

Sie stieg in den Zug und wusste, jetzt war sie wieder allein für unbestimmte Zeit. Sie hatte schon vorher Mühe, sich nichts anmerken zu lassen, doch jetzt war es noch schlimmer. Hinter sich im Zug nahm sie Musik wahr. Hörte zu. Wehmütig und zugleich beruhigend erklangen die Instrumente. So tröpfelte langsam wieder Hoffnung in ihr Herz.

Nach nur wenigen Stationen stieg die Truppe aus und sie blieb zurück. In ihrem Herzen klang die Musik noch nach, während die untergehende Sonne langsam ihre Bahn zog, auch als sie längst im nächsten Zug saß und wieder mit dem Abschiedsschmerz kämpfte.

Sie hätte fragen sollen. Fragen, woher sie kamen, wie sie hießen. Aber sie hatte sich nicht getraut. Und so würden die wunderbaren Klänge immer nur ein Hauch Erinnerung bleiben.

Manchmal können eben auch die kleinen Dinge des Lebens alles ein wenig heller machen. Vielen Dank für diese Zeilen an L. E.

Montagspech

Es gibt sie, diese Tage, an denen man einfach auf sein Gefühl hören und im Bett bleiben sollte, weil von dem Moment an, wo man das Haus verlässt, so ziemlich alles schiefläuft, was schieflaufen kann.

Nichts Böses ahnend, lässt man sich zur Bushaltestelle fahren und wartet auf einen Bus nach Gütersloh. Der Bus kommt. Eine Nummer oder das Fahrtziel sind nicht zu sehen. Aber: Uhrzeit passt, Bus sieht aus wie er aussehen soll, man steigt ein. Irgendwann nach einiger Zeit fällt einem auf, dass das, was man durch das Geschmiere auf den Fensterscheiben noch erkennen kann, irgendwie fremd wirkt. Auch die Haltestellen oben in der Anzeige des Busses, die man ausnahmsweise mal lesen kann, sind unbekannt. So langsam dämmert einem: man sitzt im falschen Bus. Am Ende steigt man am Bielefelder Hauptbahnhof aus, statt in Gütersloh.

Wenigstens ist der Bielefelder Bahnhof vertrautes Gelände. Auf dem Gleis angekommen verwundert schon mal der angezeigte Zug, der schon lange weg sein müsste. Da die Anzeige aber leicht kaputt wirkt, denkt man sich nichts dabei. Nach einigen Minuten rast, ohne jegliche Ansage, ein IC oder ICE vorbei, kurz darauf, wieder ohne Ansage, fährt ein ICE ein. Man schaut auf die Uhr und wundert sich. Zu dieser Zeit hätte eigentlich der Zug nach Gütersloh da sein sollen. Eine Durchsage, dass der Zug auf einem anderen Gleis hält, gab es jedoch nicht. Am Ende kam der Zug doch noch: zu der Zeit, als der Zug eigentlich längst hätte in Gütersloh sein sollen.

Knapp anderthalb Stunden später als ursprünglich vorgesehen, kommt man schließlich am Zielort an. Ab hier läuft alles glatt. Na ja, fast: da durch die Verzögerung die Apotheken längst geöffnet haben, denkt man sich, man könnte ja das Rezept, das man gerade bekommen hat, gleich einlösen. Ähm, nein, geht nicht: „Haben wir derzeit nicht da, müsste ich bestellen.“ Aber dann wirklich, bis… ja, bis zu dem Zeitpunkt der Abreise. Fast hätte man nämlich den Bus fahren lassen, weil seitlich eine andere Nummer stand als vorne, hier verhinderte rechtzeitige Nachfrage weitere Verzögerungen.

Von unterwegs bestellt man sich ein Taxi an die Endhaltestelle, um die letzte Etappe nicht nochmal mit einem weiteren Bus fahren zu müssen. Leider kommt, wie so oft, der Bus wenige Minuten später an, als geplant. Kein Taxi weit und breit. Nach fünf Minuten schließlich ruft man wieder beim Taxiunternehmen an, in dem Glauben, das Taxi war pünktlich da und ist wieder abgehauen. Reaktion am anderen Ende der Leitung: „Ich wusste, dass ich was vergessen habe!“ :)

Wer aber glaubt, damit sollte man genug Pech eingesammelt haben, der irrt sich gewaltig. Am späten Nachmittag beschloss man, nach sehr langer Zeit mal wieder Bücher über Ebay zu kaufen… und vergisst beim Bezahlen prompt, den Ebaynamen anzugeben. Wer jetzt denkt, na dann wird’s doch bestimmt beim zweiten Versuch geklappt haben, irrt wieder: hat es schon, aber, der Name enthält einen Unterstrich, der ist aber im Verwendungszweck nicht erlaubt. Ob die Bücher nun jemals ankommen, ist also fraglich. Im schlimmsten Fall hat man das Geld also in den Sand gesetzt.

Fazit: man hätte einfach zu Hause bleiben sollen. :D

Mate und Tereré – Wer trinkt denn schon freiwillig Stroh?!

Immer wieder, wenn das Thema zur Sprache kommt, werde ich gefragt, was „Mate“ bzw. „Tereré“ eigentlich ist und man bat mich, doch mal was darüber zu erzählen.

Mein erster Gedanke war: „Was soll ich denn darüber erzählen? Da ist doch nichts Besonderes dran.“ Für jemanden, der, wie ich, damit aufgewachsen ist, ist das auch so. Meinen ersten Mate habe ich mit 8 oder 9 Jahren getrunken. An meinen ersten Tereré kann ich mich gar nicht erinnern.

Ob man es nun Mate oder Tereré nennt, gemeint ist im Prinzip dasselbe. Mit dem Unterschied, dass Mate immer mit heißem, noch nicht kochendem Wasser getrunken wird und für Tereré kaltes Wasser verwendet wird. Mate wird in Paraguay, im Norden Argentiniens, im an Paraguay grenzenden Teil Brasiliens und Uruguay getrunken, während Tereré hauptsächlich in Paraguay bekannt ist.

Zubereitung

Aber was ist das eigentlich genau? Der Mate-Baum oder -Strauch ist eine Pflanze die zu der Familie der Stechpalmen gehört. Die Blätter dieses Baumes werden gemahlen und dann fast zu teeartigem Pulver verarbeitet. Diese gemahlenen Blätter werden „Yerba“ genannt. Dieser Yerba nun wird in eine Guampa gefüllt, ein Gefäß, das entweder aus Kuhhorn oder aus Holz hergestellt wird. Die Guampas aus Kuhhorn werden häufiger für den Tereré verwendet, sie sind auch hornartig geformt, während die Guampas für den Mate die Form einer Kalebasse oder die eines Bechers haben. Ist die Guampa etwa bis zur Hälfte oder 2/3 gefüllt, steckt man eine „Bombilla“, eine Art Metallstrohhalm mit Filter am unteren Ende hinein, füllt Wasser darauf und saugt dann an der Bombilla. Ist keine Flüssigkeit mehr drin, wird einfach nachgefüllt.

Besonderheiten

Sowohl Mate als auch Tereré sind ein Gesellschaftsgetränk. Es gibt immer eine Person, die für das Einschenken verantwortlich ist, diese bekommt die Guampa, wenn eine Person ausgetrunken hat, zurückgereicht und gibt sie, mit frischem Wasser aufgefüllt, an den nächsten weiter. Dies geschieht im Uhrzeigersinn. Die Anzahl der Personen spielt dabei keine Rolle, ich habe durchaus schon Gruppen von 15 bis 20 Leuten zusammensitzen und Tereré oder Mate trinken sehen. Es wird oft genutzt, um sich in einer Pause zu treffen und sich ein wenig zu unterhalten, oder, so wie man hier jemanden zum Kaffee einlädt, wird man dann eben zum Mate oder Tereré eingeladen.

Der Geschmack lässt sich nur schwer beschreiben. Es gab welche, die gesagt haben, es schmeckt nach Stroh und andere, dass der Mate sehr bitter ist. Bitter sind die ersten Schlucke meistens, da Mate und Tereré recht stark sind. Aber da oft relativ lange mit ein- und demselben Aufguss getrunken wird, verliert sich das schnell.

Sonstige Zutaten

Es gibt mittlerweile Yerbamischungen, in denen Zitrone, Minze oder sonstige Kräutermischungen beigemischt sind. Man kann z. B. auch einfach einen Teebeutel Pfefferminztee oder Kamillentee daruntermischen. Wem der Mate pur zu stark ist und ihn deshalb lieber gesüßt haben möchte, der kann auf den Yerba einen Teelöffel mit Zucker daraufgeben und das Wasser darüber gießen. Dies wird vor allem bei Kindern praktiziert. Mit diesem Kindermate habe ich damals angefangen. :-)

Was sonst noch eine Rolle spielt

Wenn es draußen richtig heiß ist, dann schmeckt der Tereré am besten. Üblicherweise kommt dann ins kalte Wasser noch ein Stück Eis hinein, damit es länger kalt bleibt. Will man nicht ständig nachfüllen nimmt man einen großen 5-Liter-Thermos und füllt ihn voll. Dieser hat dann unten einen Knopf, dessen Drücken dann das Wasser raussprudeln lässt. Gerüchten zufolge könnte man sogar das Wasser aus irgendeinem Tümpel verwenden, ohne davon krank zu werden, da das Wasser durch den Yerba gefiltert wird.

Andere Mate-Formen

Abgesehen von dieser Form des Matetrinkens gibt es auch noch den „Mate cocido“ (Mate, gekocht). Dieser wird in Tassen zubereitet und wie normaler Tee getrunken. Inzwischen gibt es sogar Instant-Mate, der dann wie Instant-Kaffee zu trinken ist. Wie Tee auch, kann man hier Zucker oder Milch zugeben.

Zuguterletzt

Nichts geht über eine gemütliche Mate-Runde am Kamin, wenns so kalt ist wie zur Zeit. Im Sommer wiederum löscht nichts den Durst so effektiv wie ein eiskalter Tereré.

Was man hier in Deutschland aber so als Mate-Tee in verschiedenen Reformhäusern oder Supermärkten bekommt, ist meiner Meinung nach nur ein schwacher Ersatz für den echten Mate. Er wird außerdem als Mittel zum Gewichtsverlust bezeichnet. Dagegen halte ich, dass oft zum Mate oder Tereré etwas Süßes, wie z. B. ein leckerer Mantecol (vergleichbar dem türkischen Helva) gegessen wird. :-)

Natürlich könnte man sowohl Mate als auch Tereré auch alleine trinken, manchmal hat man halt keine Wahl. :) Aber das ist natürlich nicht annähernd so unterhaltsam.

In Paraguay feiert man übrigens seit 2010 am letzten Samstag im Februar den „Día Nacional del Tereré“ (Nationalfeiertag des Tereré).

Ein Weihnachtswunder im Zug

Eine junge Familie trifft sich im Zug mit einer nur wenige Jahre älteren Freundin. Das fröhliche Kind sorgt dafür, dass die Zeit viel zu schnell verfliegt. Eine alte Dame, die auf einem der Sitzplätze gegenüber sitzt, hat das fröhliche Treiben verfolgt. Als die Familie dann den Zug verlassen hat, bleibt die ältere Freundin etwas traurig zurück und die Fahrt geht weiter.

Kurz bevor die alte Dame vom Sitz gegenüber nun selbst aussteigt, schenkt sie der im Zug zurückgebliebenen Freundin eine Mandarine und wünscht ihr ein schönes Weihnachtsfest. „Ich habe mein Weihnachtsgeschenk heute schon bekommen“, sagt sie lächelnd. Da fragt die alte Dame: „War das Ihr Sohn?“ Erstmal Sprachlosigkeit, dann eine kurze Erklärung.

Die alte Dame steigt aus und mit einem breiten Grinsen im Gesicht fährt die ältere Freundin weiter. :D

Es gibt sie noch: Weihnachtswunder und nette Menschen, die ohne große Worte trösten! Danke!

In diesem Sinne allen Freunden und Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest!

Zweite Jugend

Jeder wünscht sich wohl an irgendeinem Punkt in seinem Leben, noch einmal jung zu sein und schöne Zeiten noch einmal zu erleben oder einmal gemachte Fehler auszubügeln. Wie wäre es dann mit einem ausgefallenem Geburtstagsgeschenk? Vielleicht eine Verjüngungskur? Glaubt mir, die wirkt Wunder! :D

Alles Liebe zur Jugendweihe und viel Sonnenschein

Geburtstagskind ist Jahrgang 1972 :D (Foto: Jennifer Rößler)

Und schon ist man etwa 30 Jahre jünger. :D

Alternatives dt. Sprachpaket für Thunderbird 8 erschienen

Das alternative dt. Sprachpaket für Thunderbird 8 kann ab sofort auf der Projektseite von Fehler-Haft.de heruntergeladen werden.

Da im Zuge des veränderten Versionsrhythmus von Thunderbird auch die Sprachpakete häufiger erscheinen, wird es in Zukunft nur noch Auflistungen der neuen Versionen im Fehler-Haft-Forum geben.

Das alternative deutsche Sprachpaket ist ein Angebot von Fehler-Haft.de in Zusammenarbeit mit Jenny-Box.de

Wenn man anders ist

Wenn man „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter” und „Eragon – Der Auftrag des Ältesten” liest, versinkt man erst einmal in einer wunderschönen Fantasy-Welt. Aber gerade diese Geschichte über Eragon, den einzigen noch existierenden Drachenreiter und seinem Drachen Saphira gibt einem doch zu denken. Denn in der Welt der Elfen ist Eragon der einzige Mensch, der dazu noch Magie beherrscht. Nur mit den Elfen mithalten kann er nicht. Die Tatsache, dass er der der einzige Mensch unter den Elfen ist und dazu noch der einzige Drachenreiter, machen ihn zu etwas Besonderem, zu einer Ausnahme. Er ist anders als die Anderen und das bekommt er jeden Tag zu spüren.

Aber so sehr diese Besonderheit ihn auszeichnet, so einsam macht sie ihn auch. Und genauso geht es wohl Jedem, der in der gleichen Situation steckt. Wenn man der einzige Mensch in einer größeren Gruppe ist, der zum Beispiel mit Behinderungen zu kämpfen hat, die allen anderen fremd sind, dann sorgt das zwar dafür, dass man überall bekannt ist, aber gleichzeitig trennt es einen auch von den Anderen.

Wenn keine Vergleichsmöglichkeiten da sind, kann man nicht erklären, wie viel man sieht, wie viel man hört oder warum man dieses oder jenes nicht machen kann. Man kann unter diesen Umständen auch nicht erwarten, dass diese Menschen wissen, wie sie mit einem umgehen sollten. Auf sich allein gestellt, muss man seinen eigenen Weg finden.

Nicht immer gelingt das so, wie man es gerne hätte. Schafft man es nicht, Teil der Gemeinschaft zu werden, zieht man weiter, in der Hoffnung, woanders auf Menschen zu treffen, die die gleichen Probleme haben. Dort aber ist man dann wieder anders, weil man nicht aus demselben Land kommt.

Und dann plötzlich trifft man auf ein paar wenige Menschen, die selbst eine Ausnahme darstellen und in dem Anderssein finden sich Gemeinsamkeiten und plötzlich ist man nicht mehr anders und hat endlich das Ziel des Weges gefunden.

Ob ihn auch Eragon findet…?? Mal weiterlesen… :-)

Umweltschutz? Fehlanzeige!

Überall wird von Klimawandel und Unweltschutz gefaselt. Aber manchmal bekommt man den Eindruck, dass das alles nur Gerede ist. Denn, liebe Online-Versandhändler, warum habt ihr nichts besseres zu tun, als wehrlose Menschen, die eure Waren im Internet bestellt haben, mit Papier-Katalogen zuzuschmeißen? Wofür soll das gut sein? Erfüllen sie irgendeinen sinnvollen Zweck, außer vielleicht, ein paar Nostalgiker glücklich zu machen? Wieviele arme Bäume mussten ihr Leben lassen, nur weil ihr nicht aufhören könnt, eure dicken, kiloschweren Kataloge drucken zu lassen, die Papiertonnen verstopfen und ansonsten höchstens noch dazu geeignet sind, unter irgendwelche Stuhlbeine gelegt zu werden? Wie wäre es denn mal damit, dass ihr zwischen Online- und Offline-Kunden (also diejenigen, die telefonisch oder schriftlich bestellen) unterscheiden lernt?

Hat man einen Kamin, könnten eure Kataloge ja wenigstens als guter Holzersatz herhalten. Aber wer hat sowas schon. :-)

Schnee

Ich gehe durch die Straßen und denke über den Schnee nach. Nie in den letzten 20 Jahren, seit ich in Deutschland bin, habe ich soviel davon gesehen, wie in den letzten zwei Jahren. Kaum etwas weckt so widersprüchliche Gedanken und Empfindungen. Schnee assoziiert man mit Winter, mit Kälte, ja klar. Aber gleichzeitig denke ich auch an Kaminfeuer, an gemütliche Leseabende, aber auch an das Knirschen unter meinen Schuhen, wenn ich durch den Schnee stapfe. Natürlich denke ich dabei auch an Schlittenfahrten, obwohl ich nie auf einem Schlitten gesessen habe. Gleichzeitig steht der Schnee aber auch für Unschuld und Reinheit. Wieviel Schmutz man unter einer weißen Schneedecke doch verstecken kann… :-)

Und dann ist da noch die alljährliche Frage: „Gibt’s Weihnachten Schnee?“ Womit Schnee auch gleichzeitig an Weihnachten erinnert. Schnee… Kinder lieben ihn. Ich fürchte ihn auch, spätestens dann, wenn er zur Rutschpartie einlädt und man auf seinem Allerwertesten durchs Leben rutscht. :-) Denn weich fallen tut man in der Regel nur im Pulverschnee – aber der ist meist genau dann gaaanz weit weg.

Aber halt! Stop! Winter und Schnee? Nee, gar nicht wahr! Winter ist eine Holzhütte, die ich stolz als mein Heiligtum betrachten durfte. Nachts schlief ich in kompletter Kleidung mit dicker Jacke und mehreren Decken, aber das war mir herzlich egal, denn dafür konnte ich meine Musik so laut aufdrehen, wie ich wollte, ohne jemanden dabei zu stören. Winter ist aber auch ein von meinem Opa selbst gemauerter Herd, an dem man sich beim Aufwärmen schnell Etwas versengen konnte, wenn man nicht aufpasste. :-) Und natürlich mein erster Mate, damals noch nit Zucker drin.

Aber mit Schnee und Weihnachten und so hatte das herzlich wenig zu tun. Schnee – das war allerhöchstens eine vage Erinnerung, die aufkam, wenn an Weihnachten auf alten Musikkassetten „Leise rieselt der Schnee“ dudelte, während man schwitzend in Sommerklamotten bei ca. 30 Grad unterm Weihnachtsbaum saß.

Also: wer bibbernd und frierend zu Hause sitzt und vor der Tür nur Schnee sieht, dem empfehle ich, einfach mal an wärmere Gefilde denken. Das wärmt das Herz und Weihnachten gibt es da auch!

Google Chrome – Ein erster Eindruck

Erste Schritte

Da sich der Firefox in den letzten Jahren immer mehr aufgebläht hat und er mittlerweile lange braucht, um zu starten, hat man sich – trotz aller Vorbehalte gegen Google – dazu entschieden, Googles Browser „Google Chrome“ einmal auszuprobieren.

Während sich das Installieren noch recht einfach gestaltet, erlebt man dann beim ersten Start eine Überraschung: es gibt keine klassische Menüleiste mehr! Stattdessen findet man nur noch eine Tableiste mit ein paar kleinen Symbolen.

Ein sehbehinderter Mensch, der einen neuen Browser installiert, sucht als allererstes die Möglichkeit, Hintergrundfarbe, sowie Schriftgröße und -farbe anzupassen. Dies aber gestaltet sich bei Google Chrome gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Erst einmal dauert es eine geraume Zeit, bis man schließlich das Schraubenschlüsselsymbol am rechten Rand entdeckt hat und muss dann leider feststellen, dass man zwar die Schriftgröße problemlos anpassen kann und eine Vergrößerung der Seite kein Problem darstellen, doch nach Einstellungen für Schrift- und Hintergrundfarbe sucht man vergeblich. Auch eine Funktion wie sie bspw. im Firefox zu finden ist, die das Laden in den Systemfarben, statt in den von den Seiten gewollten Farben ermöglicht, ist nicht zu finden.

Einzig das Design lässt sich etwas anpassen, so dass zumindest die Tabs in einer etwas für Sehbehinderte augenfreundlicheren Farbe dargestellt werden können.

Fazit:

Es heißt, der Browser soll schnell sein. Tests mit einigen Internetseiten ergaben, sie werden tatsächlich sehr schnell geladen. Es heißt, er soll großen Wert auf Datenschutz legen. Das kann man nur bestätigen, denn wenn man die Einstellungen erst einmal gefunden hat, sind das Unterbinden von Pop-Ups oder benutzerdefinierte Cookie-Einstellungen kein Problem mehr. Erweiterungen sind in Hülle und Fülle vorhanden, aber für einen Laien ist es nicht ganz einfach, hier das Gesuchte zu finden.

Wenn man aber als sehbehinderter Mensch den Eindruck bekommt, dass man erst einen Kurs besuchen muss, um den Browser nach eigenen Bedürfnissen anpassen und damit bedienen zu können, ist er leider unbrauchbar.

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