Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Ich dachte, ich wäre taub

Du denkst, du hast viel gesehen, viel erlebt, weißt viel.

Und dann sagt ein Arzt zu dir: „MRT“ und du wünschst dir am Ende, nie herrausgefunden zu haben, was das bedeutet, denn das Wort „mörderisch“ kommt ganz bestimmt darin vor.

13.00 Uhr, Wartezimmer. Ich fühle mich wie ein Schaf, das seinen eigenen Weg zur Schlachtbank unterschreibt. Eine Beruhigungsspritze haben sie mir versprochen, klar. Die mehrere Zeilen langen Beschreibungen der eventuellen Nebenwirkungen der Spritze beruhigen jedenfalls nicht gerade. Ich fange an zu überlegen, ob das vielleicht auch ohne geht.

Schließlich, nach fast einer Dreiviertelstunde Wartezeit, betrete ich den Raum, in dem dieses ominöse Gerät steht. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich vielleicht doch zu mutig war, als ich vor wenigen Minuten sagte, ich würde es erst einmal ohne Spritze versuchen. Ich lege mich auf die Liege und schaue auf die über mir aufragende Röhre. Dann geht alles ganz schnell: Kanüle rein in den Arm, ich bekomme Kopfhörer als Lärmschutz, einen komischen Kasten auf den Kopf und schon werde ich in die Röhre gefahren. So weit, so gut.

Und dann geht der Krach los. Hat man nicht gerade was von Lärmschutz gesagt? Ääähm… ich bin ohne Hörgerät fast taub, aber von Lärmschutz merk ich nicht viel. Hach, was waren die Flugzeugmotoren der 747 früher doch leise dagegen! Die versprochene Musik tönt nur ganz leise wie aus weiter Ferne an mein Ohr. Dabei wollte ich versuchen, die Zeit zum Schlafen zu nutzen!

Plötzlich wird mir klar, dass ich gerade unter einem Riesenmagneten liege. Moment! Halt! Was ist, wenn bei diversen OPs irgendwas in meinem Körper vergessen wurde?? Schere, Skalpell, Teelöffel … man weiß ja nie … Mir wurde sicher vorher nicht ohne Grund gesagt, würde ich das Hörgerät nicht herausnehmen, würde das an der Decke kleben. Mir wird ganz komisch zumute, so etwas Ähnliches wie leichte Panik macht sich breit. Ganz ruhig bleiben, schön weiterträumen, gut so!

Wie stark der Magnet wirklich ist, will ich, glaube ich, gar nicht wissen. Genauso wenig wie ich wissen will, wie lange diese „Kontrastflüssigkeit“ in meinem Körper bleibt. Bin ich jetzt ein wandelndes leuchtendes Röntgenskelett?

Der Krach wird immer schlimmer. Ich fühle mich ausgeliefert. Oh, jetzt gibts auch noch einne Rückenmassage gratis dazu. Na immerhin! DAS nenn ich mal beruhigend! Wie lange ich hier wohl schon liege? Nach gefühlten 10 Minuten schließlich ist es endlich still. Herrlich! Ich werde wieder herausgefahren.

Ziemlich benommen klettere ich von der Liege. Am Ende war’s eine knappe halbe Stunde. Mein Zeitgefühl war also schon mal futsch. Ich torkele in den Wartebereich. Ich denke mir: „Nie wieder!“

Und dann steht da ein Kinderwagen, in dem ein kleines Mädchen sitzt und mich anlächelt als wäre nix gewesen und meine Welt ist wieder in Ordnung.

Frohe Weihnachten!

So, liebe Leute, stelle ich mir Weihnachten vor. :D Diesem Gedicht habe ich nichts hinzuzufügen, außer:

Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten mit ganz viel Asado, Gans, Ente, Kaninchen, oder was auch immer Ihr bevorzugt, und alles Gute und ganz viel Gesundheit fürs neue Jahr!

Ach ja: und räumt die Kekse auf, sonst sind die nächste Weihnachten noch da! :D

Meine Welt – die Wälzer

Nachdem ich vor einiger Zeit diesen Artikel von Johannes Freudendahl las, in dem er von den Wälzern erzählt, die er bisher gelesen hat, kam ich ins Grübeln. Zuerst wollte ich nur mit einem Kommentar antworten, doch wenn ich erst einmal anfange, über dicke Bücher zu reden, höre ich wohl so schnell nicht wieder auf.

Sofort beim Lesen begann ich, über all die Wälzer nachzudenken, die ich je gelesen habe, denn ich habe erst vor wenigen Jahren angefangen, eine Liste meiner gelesenen Bücher zu führen. Nur die Seitenzahlen habe ich nie notiert. Wie viele Seiten mag ich wohl schon gelesen haben? Ich bin praktisch mit Büchern aufgewachsen. Eines meiner ersten Bücher habe ich mir so lange vorlesen lassen, bis ich es auswendig aufsagen konnte. Und ich liebe Serien, zum Leidwesen meiner Bücherregale. Früher waren das die Pucki-Bücher von Magda Trott (die übrigens auch heute noch in meinem Regal stehen), Bummi, Hanni und Nanni, Dolly, diverse Schneider-Bücher und mit der Zeit wurden die irgendwie immer dicker.

Infizierte Leseratte

Eines der ersten dicken Bücher, an die ich mich noch erinnere, war „Der Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden. In dem Buch waren auch die drei Fortsetzungen anderer Autoren enthalten, so dass der Wälzer etwa 450 Seiten gehabt haben dürfte. Für eine Elfjährige war das ganz schön dick. Ich fand das Buch in einem alten Wohnzimmerschrank der möblierten Mietwohnung, in der ich mit meiner Familie ein paar Monate in den 80ern hier in Deutschland gewohnt habe. Leider konnte ich das Buch nicht zu Ende lesen, da wir nach Paraguay zurückkehrten und da das Buch nicht mir gehörte, musste es hier bleiben. Ich hoffe, ich komme irgendwann noch einmal dazu.

Seitdem wurden meine Bücher immer dicker und die Faszination dicker Bücher hat mich nie wieder losgelassen. Ich liebe es, für längere Zeit in die verschiedenen Welten einzutauchen, je dicker ein Buch ist, umso länger habe ich etwas davon und bin selbst dann, wenn ich aus Zeitgründen mal ein paar Wochen oder sogar über einen Monat für ein Buch gebraucht habe, traurig, wenn es dann doch zu Ende ist.

Wälzer? Aber sicher!

Die Harry-Potter-Bücher sind sicher so ziemlich jedem ein Begriff. Waren die ersten noch harmlos, was die Dicke angeht, brachte es „Der Orden des Phoenix“ immerhin auf 1024 Seiten, während die letzten Bände auf 600 bis 800 Seiten kamen.

Ich lese gerne Stephen-King-Romane, von denen sehr viele nahe an oder über 1000 Seiten haben („Wahn“: 896 Seiten, „Der Anschlag“: 1072 Seiten, „Die Arena“: 1296 Seiten, „The Stand – Das letzte Gefecht“: sogar 1728 Seiten, um nur ein paar zu nennen) und ganz viele im Bereich von 500-800 Seiten.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Serien liebe? Nun also: auch unter den älteren Star Trek-Romanen findet sich so manches dicke Buch, z. B. „Die erste Direktive“: 506 Seiten.

Und dann sind da noch der „Osten-Ard-Zyklus“ und „Otherland“ von Tad Williams. „Osten Ard“ ist eine wunderschöne Fantasysaga um 3 magische Schwerter und eine unerbittliche Feindschaft, wo man gut daran tut, alle 4 Bände dazuhaben, wenn man einmal anfängt zu lesen. Es ist eine dieser Welten, die einen sofort verschlingt. Alle 4 Bände umfassen insgesamt etwa 3616 Seiten.

„Otherland“ ist eine Mischung aus Fantasy und SF. Die Serie besteht aus 4 Bänden, die eindrucksvoll aufzeigen, was geschieht, wenn Menschen die virtuelle nicht mehr von der eigentlichen Realität unterscheiden können und die Macht von demjenigen, der diese virtuellen Welten beherrscht, missbraucht wird. Es ist nicht immer einfach, sich in diesen fiktiven Welten zurechtzufinden, aber es lohnt sich! Band 1 „Stadt der goldenen Schatten“, Band 2 „Fluss aus blauem Feuer“, Band 3 „Berg aus schwarzem Glas“ und Band 4 „Meer des silbernen Lichts“ kommen zusammen auf 3594 Seiten.

Ein weiterer, allseits bekannter Wälzer ist natürlich „Der Herr der Ringe“. Ich habe „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ als einen Band gelesen, der auf 1177 Seiten kommt.

Was ist in meiner Erinnerung noch hängengeblieben? „Vom Winde verweht“ von Margaret Mitchell mit 1120 Seiten, „Shōgun“ von James Clavell mit 918 Seiten, „Musashi“ von Eiji Yoshikawa mit 1181 Seiten, „1Q84“ von Haruki Murakami mit 1024 Seiten, „Der Schwarm“ mit 987 Seiten und „Breaking News“ mit 976 Seiten von Frank Schätzing, „Die Nebel von Avalon“ mit 1117 Seiten und auch alle Fortsetzungsromane sind sehr zu empfehlen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich die Eragon Bände, Band 3 und Band 4 lagen auch schon fast bei 1000 Seiten. Und ja natürlich: auch ich habe alle Bände „Das Lied aus Eis und Feuer“ verschlungen.

Dünn kann sie nicht

Bestimmt habe ich jetzt das ein oder andere vergessen. Der Seitendurchschnitt meiner Bücher dürfte so bei 600 Seiten liegen, mal mehr, mal etwas weniger. Tatsache ist: dicke Wälzer haben mich noch nie abgeschreckt. Im Gegenteil: jemand hat mal gesagt, ich könne gar nicht dünn. Denn wenn ich ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen in Buchhandlungen umherstreife, dann sind es grundsätzlich die richtig dicken Wälzer, die mich magisch anziehen. Nicht selten ist es dann auch noch ein Buch einer Serie. Und schon bin ich wieder drin in einer dieser anderen Welten.

Aber wer jetzt glaubt, ich lese nie dünne Bücher, der irrt sich gewaltig. Doch, natürlich haben auch dünne Bücher einen Platz in meinem Regal, aber sie sind so etwas wie… ein Happen zwischendurch. Der Beweis ist „Die Insel des Magiers“ von Tad Williams oder „Der Hahn ist tot“ von Ingrid Noll.

Gibt es Bücher, die mehr als 1700 Seiten haben? Bestimmt. Her damit! :) Tipps nehm ich in den Kommentaren gerne entgegen, wobei in meiner Will-ich-noch-lesen-Liste noch jede Menge dicker Wälzer drin sind.

Frohe Weihnachten!

Verrückte Weihnachtszeit

Bald ist es wieder so weit
und die heiß ersehnte Weihnachtszeit macht sich breit,
und nein, ich will sie nicht mit Schnee erleben,
sondern wie früher in Shorts und T-Shirt vorm Weihnachtsbaum stehen.

Früher, als es Heiligabend gab weder Ente noch Gans,
sondern normales Abendbrot vor dem Kirchgang.
Wo ich dann schwitzend und nervös vor all den Leuten stand,
um ellenlange Gedichte zu rezitieren dann.

Und doch war Weihnachten in Paraguay nicht viel anders als hier,
denn ist die Familie komplett, ist der Ärger ja vorprogrammiert.
Hat dann mal jemand keine Lust auf das ganze Familiengedöns,
wird er von allen nervös beäugt, denn das ist verpönt.

Denn Weihnachten ist doch Liebe und Glück,
doch wer geschieden ist, braucht das grad nicht.
Hat man doch geglaubt, das Glück für immer in Händen zu halten
und musste dann erleben, dass das Leben oft anders will schalten und walten.

Nie sind sich Freude und Leid so unsagbar nah,
hier jubelnde Kinder, dort man nur gebrochene Herzen mit verlorenen Träumen sah.
Da eine Familie zumindest Heiligabend in Frieden und Eintracht feiert,
nebenan die Einsamkeit die letzten Tränen aus den Augen leiert.

So komm denn, du schrecklich schöne Weihnachtszeit,
bring den Glücklichen eine schöne Zeit,
den Verzweifelten ein wenig Trost in der Einsamkeit.
Sorg dafür, dass sich Familien weniger streiten
und weniger geworfene Teller am Ende als Ufos am Himmel gleiten.

Ja, Weihnachten, komm bitte ganz schnell,
bring Frieden und Liebe in die ganze Welt,
dann geh auch schnell wieder vorbei,
damit uns dann im Neuen Jahr endlich wiederhat das tägliche Einerlei.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest! :)

Politisch korrekter Schwachsinn

Als Frau hat man es ja in der von Männern dominierten Welt oft recht schwer und die Emanzipationsbewegung hat den Frauen allgemein sicher viele Vorteile verschafft, hat uns vieles im Leben leichter gemacht.

Doch was jetzt im Namen der Gleichbehandlung von Frauen und Männern mit dem sogenannten Binnen-I und der Marotte, geschlechtsneutral formulieren zu müssen, veranstaltet wird, ist – mit Verlaub – absoluter Schwachsinn.

Es ist ja schon schlimm genug, dass selbst die Straßenverkehrsordnung nicht mehr von Fahrzeugführern, sondern von Fahrzeugführenden oder statt Radfahrern von Radfahrenden spricht, aber damit kann man ja notfalls noch leben. Man liest sie ja nicht jeden Tag einmal durch. :)

Aber in ganz normalen Texten finde ich das einfach überflüssig. Hat man heute nicht einmal mehr die Zeit, „Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer“ zu schreiben, statt „Fahrrad Fahrende“ oder diese noch fürchterliche „FahrradfahrerInnen“? Glaubt die Mehrheit der Frauen wirklich, einen so schlechten Status zu haben, dass sie DAS nötig hat?

Sicher, falsch ist das nicht und seit 2009 hat sich sogar die Duden-Redaktion geschlagen gegeben und sieht es nicht mehr als orthographisch falsch an. Aber mal ehrlich, nicht alles was nicht falsch ist, muss auch zwingend sinnvoll sein. In regulären Texten sieht das einfach nur furchtbar aus. Wenn man schon unbedingt etwas Kürzeres daraus machen muss, warum dann nicht „Fahrradfahrer/-innen“ oder Fahrradfahrer(innen)? Das ist auch nicht falsch, ist aber weit besserer Stil.

Und nur mal so nebenbei: hat schon mal jemand in ganz banalen Gesprächen so gesprochen? Ich glaube nicht und ich glaube auch nicht, dass das jemals passieren wird.

Also bitte: an alle, die ihren Spaß daran haben, Leute wie mich (und JA, ich BIN eine Frau!) damit auf die Palme zu bringen, lasst den Quatsch und schreibt wieder normal!

ESC 2013 in Malmö

Auch in diesem jahr wird der Eurovision Song Contest, der heute Abend ab 21.00 Uhr in Malmö stattfindet, von Mitgliedern des Knetfeder-Teams und einem Gast live alternativ kommentiert.

Wann der Live-Blog startet, wer allles dabei ist und vor allem wo, erfährt man in Knetfeders Revue.

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, in den Kommentaren unter dem Live-Blog mitzumachen.

Allen viel Spaß heute Abend!

Überraschungspost

Ich habe mich bereits einmal darüber aufgeregt, dass Versandhäuser ihre Online-Kunden mit Papierkatalogen zumüllen. Inzwischen sind 2 Jahre vergangen. Hat sich etwas geändert? Nein. Sind die Kataloge weniger geworden? Nicht wirklich. Man findet sich damit ab, dass hin und wieder eben doch einer kommt. Bis… ja… bis man eines Morgens zum Briefkasten geht und einen Katalog von … Amazon aus dem Briefkasten fischt – und das Teil erst einmal sprachlos anstarrt.

Wozu bitte, braucht ein Amazon-Kunde, der ja nur online bestellen kann, einen Papierkatalog??? Gehts noch??? Ey Amazon, wenn ihr zu viel Geld habt und nicht wisst wohin damit, wie wärs dann mal mit höheren Löhnen für eure Mitarbeiter, statt die Umwelt mit noch mehr Papiermüll zu belasten? ;-)

Ich kann nur immer noch sprachlos mit dem Kopf schütteln…

Mate und Tereré – Wer trinkt denn schon freiwillig Stroh?!

Immer wieder, wenn das Thema zur Sprache kommt, werde ich gefragt, was „Mate“ bzw. „Tereré“ eigentlich ist und man bat mich, doch mal was darüber zu erzählen.

Mein erster Gedanke war: „Was soll ich denn darüber erzählen? Da ist doch nichts Besonderes dran.“ Für jemanden, der, wie ich, damit aufgewachsen ist, ist das auch so. Meinen ersten Mate habe ich mit 8 oder 9 Jahren getrunken. An meinen ersten Tereré kann ich mich gar nicht erinnern.

Ob man es nun Mate oder Tereré nennt, gemeint ist im Prinzip dasselbe. Mit dem Unterschied, dass Mate immer mit heißem, noch nicht kochendem Wasser getrunken wird und für Tereré kaltes Wasser verwendet wird. Mate wird in Paraguay, im Norden Argentiniens, im an Paraguay grenzenden Teil Brasiliens und Uruguay getrunken, während Tereré hauptsächlich in Paraguay bekannt ist.

Zubereitung

Aber was ist das eigentlich genau? Der Mate-Baum oder -Strauch ist eine Pflanze die zu der Familie der Stechpalmen gehört. Die Blätter dieses Baumes werden gemahlen und dann fast zu teeartigem Pulver verarbeitet. Diese gemahlenen Blätter werden „Yerba“ genannt. Dieser Yerba nun wird in eine Guampa gefüllt, ein Gefäß, das entweder aus Kuhhorn oder aus Holz hergestellt wird. Die Guampas aus Kuhhorn werden häufiger für den Tereré verwendet, sie sind auch hornartig geformt, während die Guampas für den Mate die Form einer Kalebasse oder die eines Bechers haben. Ist die Guampa etwa bis zur Hälfte oder 2/3 gefüllt, steckt man eine „Bombilla“, eine Art Metallstrohhalm mit Filter am unteren Ende hinein, füllt Wasser darauf und saugt dann an der Bombilla. Ist keine Flüssigkeit mehr drin, wird einfach nachgefüllt.

Besonderheiten

Sowohl Mate als auch Tereré sind ein Gesellschaftsgetränk. Es gibt immer eine Person, die für das Einschenken verantwortlich ist, diese bekommt die Guampa, wenn eine Person ausgetrunken hat, zurückgereicht und gibt sie, mit frischem Wasser aufgefüllt, an den nächsten weiter. Dies geschieht im Uhrzeigersinn. Die Anzahl der Personen spielt dabei keine Rolle, ich habe durchaus schon Gruppen von 15 bis 20 Leuten zusammensitzen und Tereré oder Mate trinken sehen. Es wird oft genutzt, um sich in einer Pause zu treffen und sich ein wenig zu unterhalten, oder, so wie man hier jemanden zum Kaffee einlädt, wird man dann eben zum Mate oder Tereré eingeladen.

Der Geschmack lässt sich nur schwer beschreiben. Es gab welche, die gesagt haben, es schmeckt nach Stroh und andere, dass der Mate sehr bitter ist. Bitter sind die ersten Schlucke meistens, da Mate und Tereré recht stark sind. Aber da oft relativ lange mit ein- und demselben Aufguss getrunken wird, verliert sich das schnell.

Sonstige Zutaten

Es gibt mittlerweile Yerbamischungen, in denen Zitrone, Minze oder sonstige Kräutermischungen beigemischt sind. Man kann z. B. auch einfach einen Teebeutel Pfefferminztee oder Kamillentee daruntermischen. Wem der Mate pur zu stark ist und ihn deshalb lieber gesüßt haben möchte, der kann auf den Yerba einen Teelöffel mit Zucker daraufgeben und das Wasser darüber gießen. Dies wird vor allem bei Kindern praktiziert. Mit diesem Kindermate habe ich damals angefangen. :-)

Was sonst noch eine Rolle spielt

Wenn es draußen richtig heiß ist, dann schmeckt der Tereré am besten. Üblicherweise kommt dann ins kalte Wasser noch ein Stück Eis hinein, damit es länger kalt bleibt. Will man nicht ständig nachfüllen nimmt man einen großen 5-Liter-Thermos und füllt ihn voll. Dieser hat dann unten einen Knopf, dessen Drücken dann das Wasser raussprudeln lässt. Gerüchten zufolge könnte man sogar das Wasser aus irgendeinem Tümpel verwenden, ohne davon krank zu werden, da das Wasser durch den Yerba gefiltert wird.

Andere Mate-Formen

Abgesehen von dieser Form des Matetrinkens gibt es auch noch den „Mate cocido“ (Mate, gekocht). Dieser wird in Tassen zubereitet und wie normaler Tee getrunken. Inzwischen gibt es sogar Instant-Mate, der dann wie Instant-Kaffee zu trinken ist. Wie Tee auch, kann man hier Zucker oder Milch zugeben.

Zuguterletzt

Nichts geht über eine gemütliche Mate-Runde am Kamin, wenns so kalt ist wie zur Zeit. Im Sommer wiederum löscht nichts den Durst so effektiv wie ein eiskalter Tereré.

Was man hier in Deutschland aber so als Mate-Tee in verschiedenen Reformhäusern oder Supermärkten bekommt, ist meiner Meinung nach nur ein schwacher Ersatz für den echten Mate. Er wird außerdem als Mittel zum Gewichtsverlust bezeichnet. Dagegen halte ich, dass oft zum Mate oder Tereré etwas Süßes, wie z. B. ein leckerer Mantecol (vergleichbar dem türkischen Helva) gegessen wird. :-)

Natürlich könnte man sowohl Mate als auch Tereré auch alleine trinken, manchmal hat man halt keine Wahl. :) Aber das ist natürlich nicht annähernd so unterhaltsam.

In Paraguay feiert man übrigens seit 2010 am letzten Samstag im Februar den „Día Nacional del Tereré“ (Nationalfeiertag des Tereré).

Die Jennybox ist wieder da!

Für alle, die sich sowieso immer vertippt haben, weil sie es gewohnt waren, jennybox, statt jenny-box zu schreiben, gibt’s jetzt eine gute Nachricht: die Domain ist wieder zurück und damit landet nun, wer jennybox.de schreibt auch bei jenny-box.de.

Danke an die Radiorobbe Steffen für die Unterstützung!

Tschüss 2012, schön, Dich mal getroffen zu haben!

Aber, bevor Du gehst.. muss ich noch was loswerden. Sag mal, was warst Du eigentlich für ein Jahr, hm? Die Griechen, Portugiesen, Spanier und Italiener würden Dich bestimmt gerne auf den Mond schießen. Aber das geht ja nicht, der Mond ist ja schon ausverkauft, nehm‘ ich an und außerdem ist da soo viel Platz nun auch wieder nicht. Und dann dieser Sommer! Was sollte das werden? Ne warme Tiefkühltruhe?? Eine Krise jagte die nächste.. und ich? Bin schon wieder ein Jahr älter geworden. Toll. Danke! Das hättest Du Dir echt sparen können! Und dann diese Angstschreie der Internetgegner, das Internet wäre ja sooowas von böse! Klaar.. :-D Geht’s noch? Hallooo Du blödes 2012, ich lebe teilweise da, lass gefälligst mein Internet in Ruhe, ja? Schön, hätten wir das auch geklärt. Ohne Internet hätte ich nämlich meine Freunde nicht und die waren dieses Jahr wieder sehr mutig, lieb und tapfer, ja heldenhaft: immerhin haben sie mich die ganze Zeit während Deiner Anwesenheit ertragen. Das war bestimmt nicht einfach. Aber Du musstest mir ja auch immer wieder Schwierigkeiten machen, Du 2012, Du! „Das Jahr des Weltuntergangs“ hieß es überall, bis zum Erbrechen. Pfft, hat vielleicht mal jemand drüber nachgedacht, dass sich der Weltuntergang nicht ankündigt, dass der heimlich, still und leise kommt, ohne großen Trommelwirbel? Nee, wohl nicht.

Okay, ich gebs ja zu, zwischendurch warst Du auch mal ganz schön. Ein Kinderlachen kann nämlich manchmal mehr wärmen als tausend Decken. Ja und Du hast es tatsächlich geschafft, dass ich wieder angefangen habe, an Wunder zu glauben. Dass man manchmal die Einstellung anderer akzeptieren muss, auch wenn man selber nicht damit einverstanden ist, auch das hast Du, 2012, mir beigebracht, aber auch, dass einem die ganze Zivilisation nix nutzt, wenn einfach mal für eine Stunde, oder auch ein paar, der Strom ausfällt.

Aber irgendwie so richtig schlecht warst Du auch nicht. Wir sind ja alle noch da, mehr.. oder weniger. Und was hast Du da jetzt in der Tasche? 2013? Was ist das? Was für‘n Jahr wirst DU denn? Kann man dem trauen?

Ich schätze, auch 2013 werden wir alle mit Tränen, Gelächter, Glück, Liebe, Leid, Träumen, Enttäuschungen, Krankheiten, Hass, Gewalt und wer weiß was sonst noch alles fertigwerden müssen. Nur bitte weniger Missverständnisse und weniger Streit.

So liebes 2012, ich wünsche Dir alles Gute, geh jetzt und schau nicht zurück! Was bleibt von Dir übrig? Hoffnung. Hoffnung darauf, dass 2013 besser wird.

Und so wünsche ich allen Verwandten, Freunden, nah und fern und natürlich allen Jenny-Box-Lesern ein schönes, erfolgreiches, gesundes und glückliches 2013!

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