Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Wenn man anders ist

Wenn man „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter” und „Eragon – Der Auftrag des Ältesten” liest, versinkt man erst einmal in einer wunderschönen Fantasy-Welt. Aber gerade diese Geschichte über Eragon, den einzigen noch existierenden Drachenreiter und seinem Drachen Saphira gibt einem doch zu denken. Denn in der Welt der Elfen ist Eragon der einzige Mensch, der dazu noch Magie beherrscht. Nur mit den Elfen mithalten kann er nicht. Die Tatsache, dass er der der einzige Mensch unter den Elfen ist und dazu noch der einzige Drachenreiter, machen ihn zu etwas Besonderem, zu einer Ausnahme. Er ist anders als die Anderen und das bekommt er jeden Tag zu spüren.

Aber so sehr diese Besonderheit ihn auszeichnet, so einsam macht sie ihn auch. Und genauso geht es wohl Jedem, der in der gleichen Situation steckt. Wenn man der einzige Mensch in einer größeren Gruppe ist, der zum Beispiel mit Behinderungen zu kämpfen hat, die allen anderen fremd sind, dann sorgt das zwar dafür, dass man überall bekannt ist, aber gleichzeitig trennt es einen auch von den Anderen.

Wenn keine Vergleichsmöglichkeiten da sind, kann man nicht erklären, wie viel man sieht, wie viel man hört oder warum man dieses oder jenes nicht machen kann. Man kann unter diesen Umständen auch nicht erwarten, dass diese Menschen wissen, wie sie mit einem umgehen sollten. Auf sich allein gestellt, muss man seinen eigenen Weg finden.

Nicht immer gelingt das so, wie man es gerne hätte. Schafft man es nicht, Teil der Gemeinschaft zu werden, zieht man weiter, in der Hoffnung, woanders auf Menschen zu treffen, die die gleichen Probleme haben. Dort aber ist man dann wieder anders, weil man nicht aus demselben Land kommt.

Und dann plötzlich trifft man auf ein paar wenige Menschen, die selbst eine Ausnahme darstellen und in dem Anderssein finden sich Gemeinsamkeiten und plötzlich ist man nicht mehr anders und hat endlich das Ziel des Weges gefunden.

Ob ihn auch Eragon findet…?? Mal weiterlesen… :-)

Eine Reaktion zu “Wenn man anders ist”

  1. Steffen, die Radiorobbe

    Morgen du Nachteule, :)

    diese Andersartigkeit bekomme ich als Blinder recht oft zu spüren. Besonders hier auf dem Land bin ich quasi bekannt wie ein bunter Hund. Ich selbst kenne dabei nur wenige Leute, aber fast das ganze Dorf kennt mich, eben weil ich blind bin. Das nervt manchmal schon ziemlich. :) Trotzdem suche ich nicht gezielt nach Menschen, die genau so „anders“ sind wie ich. Es gibt zum Glück auch Menschen ganz ohne Behinderung, die einem akzeptieren wie man ist, da lässt man sich gern ab und zu eine „blöde“ Frage wegen der Behinderung gefallen. :)

    Gruß Steffen

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