Jennys Blog

Die etwas andere Sicht auf die Welt

Schnee

Ich gehe durch die Straßen und denke über den Schnee nach. Nie in den letzten 20 Jahren, seit ich in Deutschland bin, habe ich soviel davon gesehen, wie in den letzten zwei Jahren. Kaum etwas weckt so widersprüchliche Gedanken und Empfindungen. Schnee assoziiert man mit Winter, mit Kälte, ja klar. Aber gleichzeitig denke ich auch an Kaminfeuer, an gemütliche Leseabende, aber auch an das Knirschen unter meinen Schuhen, wenn ich durch den Schnee stapfe. Natürlich denke ich dabei auch an Schlittenfahrten, obwohl ich nie auf einem Schlitten gesessen habe. Gleichzeitig steht der Schnee aber auch für Unschuld und Reinheit. Wieviel Schmutz man unter einer weißen Schneedecke doch verstecken kann… :-)

Und dann ist da noch die alljährliche Frage: „Gibt’s Weihnachten Schnee?“ Womit Schnee auch gleichzeitig an Weihnachten erinnert. Schnee… Kinder lieben ihn. Ich fürchte ihn auch, spätestens dann, wenn er zur Rutschpartie einlädt und man auf seinem Allerwertesten durchs Leben rutscht. :-) Denn weich fallen tut man in der Regel nur im Pulverschnee – aber der ist meist genau dann gaaanz weit weg.

Aber halt! Stop! Winter und Schnee? Nee, gar nicht wahr! Winter ist eine Holzhütte, die ich stolz als mein Heiligtum betrachten durfte. Nachts schlief ich in kompletter Kleidung mit dicker Jacke und mehreren Decken, aber das war mir herzlich egal, denn dafür konnte ich meine Musik so laut aufdrehen, wie ich wollte, ohne jemanden dabei zu stören. Winter ist aber auch ein von meinem Opa selbst gemauerter Herd, an dem man sich beim Aufwärmen schnell Etwas versengen konnte, wenn man nicht aufpasste. :-) Und natürlich mein erster Mate, damals noch nit Zucker drin.

Aber mit Schnee und Weihnachten und so hatte das herzlich wenig zu tun. Schnee – das war allerhöchstens eine vage Erinnerung, die aufkam, wenn an Weihnachten auf alten Musikkassetten „Leise rieselt der Schnee“ dudelte, während man schwitzend in Sommerklamotten bei ca. 30 Grad unterm Weihnachtsbaum saß.

Also: wer bibbernd und frierend zu Hause sitzt und vor der Tür nur Schnee sieht, dem empfehle ich, einfach mal an wärmere Gefilde denken. Das wärmt das Herz und Weihnachten gibt es da auch!

Eine Reaktion zu “Schnee”

  1. Steffen

    Also auf Schnee könnte ich zwar gut und gern verzichten, er ist mir aber allemal viel lieber als ekliges, nasskaltes Regenwetter. Außerdem macht er die Welt ein ganzes Stück heller wenn der Himmel grau ist, das kann ich selbst mit meinem bisschen Sehrest noch sagen.
    Aber so viel von dem weißen Zeug hab ich in meinem Leben auch noch nie erlebt. Letztes Jahr lagen die Schneehaufen auf unserem Hof so hoch, dass es einige Wochen gedauert hat bis sie komplett weggetaut waren.

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